5. April 2011

Leserbrief zur Integrations und Islamkonferenz

 
 

 

Islamkonferenz? oder Sicherheitskonferenz?

 

Innenminister Friedrich stärkt das Profil der Konservativen/Rechten! Wo bleibt der Sinn einer Islamkonferenz und trägt sie zu der Integration bei?

 

Die Politik, die von der CDU und CSU geführt wird und sich anhand unseres Innenministers gut wiederspiegelt, lässt fragen zu, ob es nicht schon eine Politik ist, welche sich

weit am rechten und konservativen Rand begibt. Hat die Islamkonferenz ihren Sinn erfüllt? Wurde die Integration zurückgeschlagen oder eher dadurch gefördert?

Hier geht es weiter zu einem Kommentar zum Thema von mir

 

 
 

In Bezugnahme auf diese zwei Artikel:

Es wird mal wieder die Ausländerkeule geschwungen

Islamkonferenz tritt auf der Stelle

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Politik, die von der CDU und CSU geführt wird und sich anhand unseres neuen Innenministers Hans-Peter Friedrich gut wiederspiegelt oder eher gesagt schlecht wiederspiegelt, zeigt doch wie weit am rechten Rand sich die Union begibt.

Ausländer oder Menschen mit migrantischem Hintergrund, speziell aus den südlichen und arabischen Ländern haben sowieso schon Probleme sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. (Z.B.: Eine Person die sich um eine Stelle bewerben will und einen arabischen oder türkischen Namen hat, muss sieben fach so viele Bewerbungen verschicken, als ein Mensch mit deutschem Namen.)

Anstatt das Problem nur an den Menschen mit ausländischen Wurzeln zu suchen, sollte man sich mal an die eigene Nase fassen und überlegen was man selber falsch macht und verändern muss! Integration ist mit einer Beziehung vergleichbar, zu der bekantlich immer mindestens zwei gehören.

Man sollte sich auch die Frage stellen, welche Menschen Probleme haben sich zu integrieren, denn oft sind es nicht die Menschen die nach Deutschland kommen, weil sie hier bessere Arbeit suchen und in ihren Heimatländern akzeptable Gegebenheiten haben/hatten, sondern oft sind es Menschen die aus ihren Ländern geflüchtet sind und dort verfolgt wurden oder sogar in ihren Ländern Krieg herrschte oder noch herrscht. Diese Menschen kommen auch oft aus total unterentwickelten Ländern, in denen die Menschen noch teilweise in ganz anderen Verhältnissen leben, als hier in Deutschland. Wenn diese dann nach Deutschland kommen, sind diese ganz klar zuerst dem Kulturschock ausgeliefert.

Wenn man jetzt von dieser Gruppe von Menschen auch noch abverlangen will, das sie innerhalb kürzester Zeit Deutsch lernen müssen, dann frag ich mich wirklich, ob das der Integration beitragen soll, wenn man die Menschen sozusagen dazu „peitscht“ Deutsch zu lernen und dann die Messlatte auch noch so hoch setzt, damit diese die Tests kaum bestehen. Wer dann auch noch fordert, ggf. sogar mit Intelligenzquotienten die Menschen auszusortieren, hat wohl kaum noch Menschlichkeit. Ich sehe es auch so, dass die Sprache ein wichtiger Schritt zur Integration ist, aber so wie es die Union in kürzesten Zeiträumen erzwingen will und dann auch noch mit einer Ausweisung droht, ist nicht akzeptabel! Ich will auch gar nicht erst mit dem Finanzhaushalt 2011 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge anfangen, denn allein die Fakten dafür, dass weniger in Integration finanziert wird, zeigt doch das die Union und FDP nichts anderes als Scheinpolitik führt und große Sprüche kloppt, aber nichts umsetzt und es nicht ernst meint mit der Integration!

Nachrichten Auszüge von N-TV:

„ Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Muslime in Deutschland um Hilfe im Kampf gegen Extremisten gebeten. Es gehe darum, fanatische Einzeltäter frühzeitig zu erkennen und Bluttaten zu verhindern.“

Wieso nur Muslime? Es gibt auch unzählig viele christliche Extremisten! Eventuell sollte man das nicht immer nur auf eine Gruppe beziehen?!

„Vor allem Familienangehörige, Glaubensbrüder und Vereinskameraden müssten sensibilisiert werden, sagte Friedrich zum Abschluss der Innenministerkonferenz der unionsgeführten Länder in Stuttgart. Bei der Islamkonferenz am 29. März werde er eine Initiative gegen Extremismus starten.“

Ich weiß nicht wie naiv man sein muss, um sowas unrealistisches zu sagen. Ich mein die Idee, wenn sie den auch so umsetzbar wäre, ist ja nicht schlecht, aber ich glaub man muss nicht einmal „eins plus eins“ rechnen können, um zu wissen, dass wenn Familienangehörige, Freunde oder Bekannte wissen würden, dass jemand eine Bluttat plant, oder überhaupt sowas machen würde, diese dann längst dem entsprechend reagieren würden. Vor allem sagt der Satz wieder indirekt zu den Menschen: „Hey Leute, habt noch mehr Vorurteile gegen Menschen mit ausländischen Wurzeln“, denn das was damit sozusagen ausgesagt wird, hat ja indirekt nichts anderes zu bedeuten, als das die Menschen mehr auf Auffälligkeiten von Muslimen achten sollen und somit eigentlich schon automatisch ein Vorurteil gegen diese Gruppe von Menschen vorprogrammiert ist. Vor allem gibt es auch unzählige andere Extremisten wie Neonazis, wieso wird dann dem Volk nicht auch angeboten auch auf diese extremistischen Auffälligkeiten aufzuweisen.  Ich finde das Problem wird total falsch angepackt und schadet der Integration eher mehr als das es sie fördert.

„Der Sprecher der Unions-Innenminister, Uwe Schünemann (Niedersachsen), sagte, Präventionsräte in den Kommunen müssten beispielsweise nicht nur ein Auge auf Jugendkriminalität haben, sondern auch möglichen islamistischen Extremismus in ihrer Arbeit bedenken. Außerdem sollten an den Unis mehr Forschungsaufträge zum Thema islamistischer Fanatismus erteilt werden.“

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Muslime-sollen-helfen-article2814991.html

Wieder wird nur Islamistischer Extremismus erwähnt und das mit mehr Forschungsaufträge zum Thema islamistischer Fanatismus, ist ja nochmal der Höhepunkt.  Ich will gar nicht die Vergleichszahlen zwischen islamistischem Fanatismus und anderen Fanatismen sehen. Ich glaube das ist ziemlich übertrieben und schon fast rechtspropagantisch, so ein Aufstand zu machen, weil ein islamistischer Extremist, Betonung auf ein. Nur weil ein islamistischer Extremist, zwei US-Amerikanische Soldaten getötet hat kann man das nicht so generalisieren (Vorfall vom 2.3.2011). Und auch hier wussten die Eltern oder Familien angehörigen nichts von dieser Extremität, die bei dem jungen Extremisten vorlag.

Was man letztendlich sehen kann ist, dass nicht im Mittelpunkt der Islamkonferenz der Punkt der Integration und die Verbessrung der Lage zwischen Regierung und den Muslimen, sondern eher die Interessen des Innenministers standen.

CDU/CSU bitte fangt an das Problem wirklich anzupacken und nicht um den heißen Brei herum zu reden und Scheinpolitik zu betreiben!

Mit freundlichen Grüßen von einem Menschen, der zu dieser Gruppe gehört von der Sie (Herr Innenminister Friedrich, CDU und CSU sowie auch die FDP) reden und behaupten sich nicht zu integrieren,

Yunes Emir (OHZ, den 01.04.2011)

Intressanter und weiterer Artikel von einem Interview mit Dr. Armina Omerika

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